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Donnerstag, 19. November 2015

Das Schreiben über Schreiben!


An manchen Tagen stehe ich an der Bahn und noch bevor ich eingestiegen bin, mich hingesetzt und meinen Laptop ausgepackt habe, sprudeln schon die Ideen für einen neuen Blogeintrag aus mir heraus und ich brauche nur meine Finger eilig über die Tastatur gleiten zu lassen und innerhalb weniger Minuten ist der grobe Entwurf getippt.


Doch so ist es leider nicht immer. 
Heute zum Beispiel sitze ich im Zug und mein Kopf und mein Herz fühlen sich leer und trotzdem schwer an, dass ich keinen sinnvollen Gedanken für einen Blogeintrag zu fassen kriege.

Eine lange Nacht liegt in meinen müden Augen und meine Haare waren auch schon mal besser gekämmt. Immerhin habe ich es heute morgen geschafft meine Fingernägel zu lackieren, die ich beim Tippen ständig anstarren muss und so ist die Enttäuschung über meine äußere Erscheinung nicht ganz so groß.

Naja und da sitze ich, todmüde und tippe, lösche wieder, tippe neu, korrigiere hier und da, bis ich wieder alles lösche…Schließlich fang ich an davon zu schreiben, dass ich gerade schreibe. Gibt es eigentlich etwas sinnloseres?Davon zu Schreiben, dass man schreibt, es fühlt sich an, wie diese sinnlosen Songs, in denen der Künstler singt, dass es gerade singt, denn im Endeffekt ist man am Ende nicht schlauer als vorher. Man weiß auch schon bevor der Künstler ansetzt, dass er gleich singen wird.

...und wieder das Klickern der Tasten unter meinen Fingern, die Worte schreiben, die nichts bedeuten, die irgendwie nichts verändern.

Doch kann man immer etwas verändern?Ist es nicht manchmal beruhigend einfach nur den Buchstaben, Worten, Gefühlen freien Lauf zu lassen, ohne dass sie etwas dadurch ändert und sie einfach nur gelesen werden, ohne Folgen zu haben!Ich Beende nun meinen Blogeintrag.
Seit ihr nun schlauer als vorher, habe ich oder war es nur ein Text übers Schreiben?

Küsschen, Eure Moana <3

foto: Jamari Lior
model: Tabea Klein
headdress&edit: Moana Art
makeup&hair: Moana -MakeUp- Art